„Haus der Familie“ zukunftssicher

Das „Haus der Familie“ in Dormagen ist eine über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Sozialeinrichtung, die ein familienorientiertes Hilfenetzwerk bietet. Damit das Haus in Trägerschaft der Caritas Rhein-Kreis Neuss weiterhin verlässlich seinen Aufgaben wahrnehmen kann, haben Caritas und Stadt Dormagen jetzt mit Zustimmung des Jugendhilfeausschusses die bestehenden Verträge angepasst. Sie gelten zunächst für die kommenden vier Jahre und geben der Einrichtung in der Dormagener Innenstadt Rechtssicherheit und Verbindlichkeit.
„Was wir jetzt nachhaltig erledigt haben, ist mehr als eine Vertragsanpassung. Es ist ein Zeichen für die Zukunft und dass sich die hilfebedürftigen Menschen absolut auf uns verlassen können“, sagte Caritas-Vorstandsvorsitzender Hermann Josef Thiel bei der Vertragsunterzeichnung im Dormagener Neuen Rathaus. Bürgermeister Erik Lierenfeld wertete den formellen Akt ebenfalls als Signal für eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt am Rhein und dem katholischen Wohlfahrtsverband. „Familien benötigen verlässliche Unterstützung – und dafür braucht es starke Strukturen und gute Partner. Mit der Caritas setzen wir auf eine verlässliche Zusammenarbeit, die sich in der Praxis vielfach bewährt hat. Deshalb freut es mich, dass wir diese Kooperation fortsetzen und gemeinsam dafür sorgen können, dass Familien in unserer Stadt die Unterstützung erhalten, die sie brauchen“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld.
Hermann Josef Thiel bedankte sich für die Förderung durch die Stadt Dormagen: „Somit können wir weiterhin den Familien in Dormagen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen einen Anlaufpunkt bieten und mit unseren Beratungsangeboten mit Rat und Tat in Notsituationen und Lebenslagen helfen.“
Das Vertragswerk umfasst vier Ressorts, die im Konzept des „Hauses der Familie“ angesiedelt sind: Erziehungsberatungsstelle, Fachstelle sexualisierte Gewalt, Schwangerschaftsberatung esperanza, Familienpflege und viele weitere Dienste. Geregelt sind darin auch das Wohnmodell „sozialpädagogisch begleitetes Wohnen für Alleinerziehende und junge Familien“ in belasteten Lebenssituationen, inklusive einer Begleitung durch Fachkräfte. Ihren Sitz hat im „Haus der Familie“ ferner eine Caritas-Kita, in der bei Bedarf Brücken gebaut werden zu Tagespflege, Erziehungsberatung und Kurberatung.
Dirk Jünger, Leiter Soziale Dienste bei der Caritas, hat im Zusammenspiel mit dem Dormagener Jugendamt das Vertragswerk geschnürt. „Angebote in sensiblen Hilfebereichen, die substanziell das Leben der Familien betreffen, bedürfen einer souveränen Begleitung der Menschen. Von daher ist wichtig gewesen, dass der Vertrag diese Realitäten abbildet und eine Grundlage für die häufig komplexe Problembehandlung bietet“, sagte Jünger. Der Vertrag stärke den Mitarbeitenden den Rücken und gebe Sicherheit. Im Dormagener Jugendamt hat Teamleiter Niklas Raddatz förmlich jeden Passus auf links gedreht, damit tatsächlich alle Aspekte im breiten Angebotsfächer im „Haus der Familie“ adäquat gespiegelt sind. „Als Caritas möchten wir uns ausdrücklich bei den Mitarbeitenden des Jugendamtes für die Erledigung dieser wichtigen Aufgabe bedanken“, betonte Hermann Josef Thiel.
Haus der Familie
Das „Haus der Familie“ der Caritas Rhein-Kreis Neuss in Dormagen ist im Jahr 1997 gegründet worden. Unter der Koordination der Caritas hat sich die Einrichtung an der Adresse „Unter den Hecken 44“ in knapp 30 Jahren zu einem umfassenden und anerkannten Beratungs- und Hilfezentrum entwickelt, das Angebote wie eine Kindertagesstätte, Schwangerschaftsberatung und ein Mehrgenerationenhaus unter einem Dach vereint. Die pädagogische und beratende Arbeit orientiert sich an christlichen Werten und beinhaltet religionspädagogische Schwerpunkte. Die Einrichtung arbeitet eng mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael Dormagen zusammen.