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Integration über Fastenbrechen

Der Ramadan fördert durch gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) den interreligiösen Dialog und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Datum:
20. März 2026
Von:
Caritas Rhein-Kreis Neuss

Das traditionelle Fastenbrechen ist für alle Teilnehmer_innen eine bereichernde Veranstaltung gewesen. Seit mittlerweile vier Jahren treffen sich muslimische und christliche Nachbarn während des Ramadan im Neusser Stadtteiltreff Barbaraviertel. „Nach Sonnenuntergang haben wir gemeinsam das Fasten gebrochen. Das Fest stand allen Menschen offen, egal welcher Religion sie sich zugehörig fühlen“, berichtet Petra Lemke vom Caritas-Fachdienst für Integration und Migration (FIM). Der FIM betreibt die Einrichtung an der Neusser Dyckhofstraße 33. 

Zum Iftar hat jeder Gast eine Kleinigkeit zum Essen mitgebracht. Iftar ist die Mahlzeit, mit der Muslime während des islamischen Fastenmonats Ramadan das tägliche Fasten bei Sonnenuntergang brechen. „So ist ein buntes und reichhaltiges Buffet entstanden“, so Petra Lemke. Im Anschluss standen die Räume des Stadtteiltreffs als Gebetsräume zur Verfügung. 

Für das FIM-Team im Barbaraviertel ist wichtig gewesen, dass Familien und Freunde unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung zusammenkommen, um gemeinsam zu essen und sich auszutauschen. „Eine soziale Tradition, die unserem Zusammenleben im Barbaraviertel  guttun und ein gegenseitiges Verständnis für die Sitten und Bräuche der jeweils anderen Kultur erzeugt“, betont Petra Lemke. Entsprechend vielfältig war auch das reichhaltige Speisenangebot. Unter anderem kamen Dattelcreme, Suppen, Eintöpfe, Salate, Geflügel, Reis, Oliven, Pide, Börek, Tomaten, Obst und Süßigkeiten wie Baklava auf den Tisch. 

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Der Stadtteiltreff im Barbaraviertel ist Teil des Caritas-Fachdienstes für Integration und Migration FIM. Der Anspruch des Treffs an der Dyckhofstraße 33 mitten im Quartier ist, das gemeinschaftliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Generationen zu fördern und die Lebensqualität im Barbaraviertel zu verbessern. Die Stadtteilarbeit wird u.a. gefördert im Rahmen der Integrationsagenturen NRW. Die Caritas ist seit April 2007 im Neusser Barbaraviertel aktiv. Ziel ist, durch ein breitgefächertes Angebot fehlende Treffpunkte und Freizeitmöglichkeiten im Quartier auszugleichen.