Partnerschaft für Demokratie

Über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ haben Caritas und Diakonie im Rhein-Kreis Neuss Mittel bewilligt bekommen für die Fortsetzung eines Bildungsprojektes. Schulter an Schulter mit Kreisdirektor Dirk Brügge haben die Vorstände Benjamin Lampa (Caritas Rhein-Kreis Neuss) und Bernd Gellrich (Diakonie Rhein-Kreis Neuss) im „Blauen Salon“ des Ständehauses Grevenbroich den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Bündnis nennt sich „Partnerschaft für Demokratie“.
Die Förderung aus dem Fonds des Bundesbildungsministeriums ermöglicht für das Jahr 2026 zunächst die Einrichtung einer Koordinierungs- und Fachstelle bei der Caritas. Dort ist die erste Anlaufstelle für Projektträger im gesamten Kreisgebiet angesiedelt. Das auf den Schultern der beiden Wohlfahrtsverbände getragene Projekt startet unter Federführung des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Kreis Neuss durch. Mit Aktionen wie Workshops speziell für Jugendliche werden Dialoge auf den Weg gebracht und die Menschen im Rhein-Kreis über die vielfältigen Möglichkeiten demokratischer Beteiligung informiert.
„Zentral wird sein, mit den Menschen in den Austausch zu kommen, Zweifel ernst zu nehmen und der Demokratie-Skepsis entgegenzuwirken“, sagt Dr. Ute Pascher-Kirsch, Fachbereichsleiterin Integration und Migration bei der Caritas Rhein-Kreis Neuss.
Über die erhaltene Zuwendung kann das bereits bei der Diakonie angesiedelte Jugendforum zur Stärkung der Jugendbeteiligung weiterhin betrieben werden. Ansprechpartner für Jugendliche ist dort Sascha Jäckel.
Für Projektträger hat Simon Burstedde auf Seiten der Caritas ein offenes Ohr. Welches Projekt am Ende den Zuschlag erhält und umgesetzt wird, entscheidet das Bündnis „Partnerschaft für Demokratie“.
Caritas, Diakonie und Kommunales Integrationszentrum werden Akteure und Einzelinteressierte beraten, die demokratiefördernde Projekte umsetzen möchten. Dr. Ute Pascher-Kirsch: „Außerdem werden wieder lokale Veranstaltungen im Sinne der Demokratieförderung auf den Weg gebracht.“
„Wir sind dankbar und froh, dass unser gemeinsames Projekt ,Demokratie leben!‘ fortgeführt werden kann“, betont Caritas-Vorstand Benjamin Lampa bei der Vertragsunterzeichnung. Nach einer einjährigen Unterbrechung ermöglicht das Bundesprogramm wieder Aktivitäten wie Veranstaltungsreihen, musikalische Lesungen, Festivals und schulische Projekte. Die neue Förderperiode läuft bis 2032. Vor einigen Wochen erhielt der Rhein-Kreis Neuss den Zuwendungsbescheid aus Köln vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Benjamin Lampa: „Nahtlos können wir an die bewährte Zusammenarbeit zwischen Caritas, Diakonie und Rhein-Kreis Neuss anknüpfen.“
Erfreut zeigt sich im „Blauen Salon“ auch Kreisdirektor Dirk Brügge, der die Bescheide an die Vertreter von Caritas und Diakonie weiterreicht: „Es ist ein bedeutendes Programm, das gezielt Projekte zur Stärkung der Demokratie, zur Förderung von Vielfalt und zur Prävention von Extremismus unterstützt.“
Glücklich über die Verlängerung sind Ulrike Weyerstraß und Yvonne Crynen vom Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss, dem federführenden Amt für die Partnerschaft. Das Bundesprogramm liegt im Rhein-Kreis Neuss bereits seit 2015 in den Händen des Kommunalen Integrationszentrums.
► Informationen unter Telefon 02181 601-5065 oder per E-Mail: simon.burstedde@caritas-neuss.de • yvonne.crynen@rhein-kreis-neuss.de • s.jaeckel@diakonie-rkn.de