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„StattRaum“ für Obdachlose eröffnet

Das Caritas-Team Uli Ludemann, Fathi Touihri und Melissa Meyer (vorne von rechts) kümmert sich künftig um die Gäste im Tagesaufenthalt „StattRaum“. Zur Eröffnung gratulieren Vorstand Benjamin Lampa (zweite Reihe rechts), Klaus Heidemann (Fachbereichsleitung Wohnungslosen-/Gefährdetenhilfe Nordkreis, 2.v.l.) und Marie Peeters (Leitung CaritasSozialdienste, links). Zum „StattRaum“-Team gehört auch die Köchin Yvonne Schwendel, die beim Fototermin verhindert war.
Datum:
7. Mai 2026
Von:
Caritas Rhein-Kreis Neuss

Der Tagesaufenthalt „StattRaum“ in der Neusser Innenstadt ist Anfang Mai in Betrieb genommen worden. Bei dem Treff an der Adolf-Flecken-Straße 38a handelt es sich um eine vom Sozialamt der Stadt Neuss geschaffene und von der Caritas Rhein-Kreis Neuss betriebene Sozialeinrichtung für obdachlose Menschen. Im Gegensatz zum Tagesaufenthalt „Café Ausblick“ an der Breite Straße 105 in Neuss dürfen die Besucher im „StattRaum“ Alkohol in geringen Mengen zu sich nehmen, beispielsweise eine Flasche Bier. 

Mit der Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH hat sich die Stadt Neuss wie auch an der Breite Straße für einen erfahrenen Partner entschieden. Im „StattRaum“ werden u.a. eine soziale Beratung, eine Dusche und sanitäre Einrichtungen angeboten. Eine medizinische Grundversorgung für die Besucher ist in der Planung. Ferner stehen Waschmaschine und Trockner zur Verfügung. 

Wie Fachbereichsleiter Klaus Heidemann bei der Eröffnung betont, findet die Beratung niederschwellig und diskret statt. „Wir bieten beispielsweise direkte Hilfe an, um die jeweilige Lebenssituation zu verbessern“, so Heidemann. Geöffnet hat die Einrichtung montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr. 

Im einladenden Aufenthaltsraum in Parterre ist Platz für rund 40 Besucherinnen und Besucher an zehn Tischen. Um das Wohl der Gäste kümmert sich ein vierköpfiges Caritas-Team. Angeboten werden von den beiden Helfern Fathi Touihri und Yvonne Schwendel kleinere Snacks sowie kalte und warme nichtalkoholische Getränke. Die eigentliche Sozialarbeit leisten ihre Kollegen Uli Ludemann und Melissa Meyer. Hierfür stehen im Obergeschoss Räume zur Verfügung, die Vertraulichkeit bieten.  

Die Caritas geht davon aus, dass der Tagesaufenthalt unweit des Bahnhofs von Menschen genutzt wird, die aus akuten Krisen kommen – angeschlagene Gesundheit, psychische Probleme, Geldnot, Trennung, Drogenprobleme etc.. Ihnen will das geschulte Personal helfen, sich zu stabilisieren und möglicherweise einen Ausweg aus ihrer Not zu zeigen. Klaus Heidemann betont, dass Pöbeleien nicht geduldet werden. Von Vorteil, so Heidemann, sei auch die gute Vernetzung zu den Diensten der Stadt Neuss und den anderen Angeboten der Caritas. Hier baue die Streetwork-Arbeit der Caritas Brücken.