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Alltagsbegleiter Zuhause alt werden: Wie selbstbestimmtes Leben im Alter gelingt – und was die Caritas Neuss dafür tut

Ehepaar im eigenen Zuhause. Zuhause alt werden im Rhein-Kreis Neuss mit den Seniorendiensten der Caritas.
Datum:
11. Aug. 2026
Von:
Caritas Rhein-Kreis Neuss

Zuhause alt werden bedeutet, im vertrauten Wohnumfeld selbstbestimmt und sicher zu leben – mit passender Unterstützung durch Wohnraumanpassung, Alltagsbegleitung, ambulante Pflege und Seniorenberatung. Der Wunsch ist fast universell: im eigenen Zuhause alt werden. Dort, wo jede Ecke vertraut ist. Wo die Nachbarin seit dreißig Jahren dieselbe ist. Wo der Kaffee morgens nach Heimat schmeckt.

In Deutschland äußern mehr als 80 Prozent aller Menschen über 65 genau diesen Wunsch – zu Hause bleiben, so lange wie möglich, so selbstständig wie möglich. Gleichzeitig wächst die Zahl der Pflegebedürftigen jedes Jahr. Der demografische Wandel verändert die Versorgungslandschaft grundlegend: Immer mehr Menschen benötigen Unterstützung, während gleichzeitig weniger pflegende Angehörige verfügbar sind und stationäre Pflege für viele teurer und schwerer verfügbar wird.

Die Antwort auf diese Frage heißt international „Aging in Place“ – auf Deutsch: Zuhause alt werden. Ein Konzept, das mehr meint als den bloßen Verbleib in den eigenen vier Wänden. Es meint ein gutes, sicheres, selbstbestimmtes Leben im Alter – mit der richtigen Unterstützung, im vertrauten Umfeld.

Dieser Beitrag richtet sich an Menschen ab 65 Jahren, die möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus bleiben möchten, ebenso an Angehörige und alle, die sich mit Alter und Pflege Zuhause beschäftigen. Er zeigt, welche Hilfen im Alltag entlasten, wie ambulante Pflege und altersgerechtes Wohnen organisiert werden können, welche Leistungen die Pflegekasse finanzieren kann und wie Beratung vor Ort den passenden Weg aufzeigt.

Wir von der Caritas im Rhein-Kreis Neuss begleiten täglich Menschen, die genau das wollen. Und wir haben die Angebote, die es möglich machen.

Was bedeutet „Zuhause alt werden“ wirklich?

„Im Alter zu Hause bleiben“ klingt einfach. In der Praxis bedeutet es eine ehrliche Auseinandersetzung mit drei Fragen:

1. Passt die Wohnung noch?

Stufen vor der Haustür, eine Badewanne ohne Haltegriff, schlechte Beleuchtung im Flur – was jahrzehntelang kein Problem war, wird mit nachlassender Mobilität zur Gefahr. Altersgerechtes Wohnen setzt voraus, dass der Wohnraum an veränderte Bedürfnisse angepasst wird.

2. Wer hilft im Alltag?

Einkaufen, Kochen, Arbeiten im Garten, Putzen, Wäsche – alltägliche Aufgaben, die mit zunehmendem Alter beschwerlicher werden. Wer unterstützt, wenn die Kinder weit weg wohnen oder selbst berufstätig sind? Hier können die Haushaltshilfen der Caritas Rhein-Kreis Neuss tatkräftig unterstützen. Ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen monatlich 131 EUR Entlastungsbetrag zur Verfügung!

3. Wie bleibt man sozial eingebunden?

Einsamkeit im Alter ist ein ernstes Thema. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, keinen Führerschein mehr hat oder durch Erkrankung an die Wohnung gebunden ist, verliert schnell soziale Kontakte – mit erheblichen Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden.

All diese Fragen können beantwortet werden. Nicht mit einer einzigen Lösung, sondern mit einem klugen Zusammenspiel aus Wohnraumanpassung, Alltagsunterstützung, professioneller Beratung und sozialer Einbindung. Genau das ist das Prinzip von Aging in Place.

Aging in Place: Herkunft und warum das Konzept heute so relevant ist

Der Begriff „Aging in Place“ entstand in den 1960er-Jahren in der gerontologischen Forschung und beschrieb zunächst den Wunsch älterer Menschen, nicht in ein Pflegeheim umziehen zu müssen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte er sich zu einem umfassenden Leitbild: Wie gestalten wir als Gesellschaft die Bedingungen, unter denen Menschen möglichst lange würdevoll und selbstbestimmt leben können?

Heute ist Aging in Place in der deutschen Alterspolitik fest verankert. Der Staat fördert barrierefreien Wohnraum, stärkt ambulante Versorgung und investiert in Quartiersentwicklung. Doch in der Praxis zeigen sich Lücken – besonders bei alltagsnaher Unterstützung und niedrigschwelliger Beratung. Genau hier hat die Caritas im Rhein-Kreis Neuss ihren Schwerpunkt.

„Selbstbestimmt im Alter zu leben bedeutet nicht, alles alleine zu schaffen. Es bedeutet, die Unterstützung zu kennen und zu nutzen, die den eigenen Alltag trägt.“ – Evelyn Schmidt, Seniorenberaterin bei der Caritas Neuss

Selbstständig im Alter: Was Senioren im Rhein-Kreis Neuss wirklich hilft

Haushaltshilfe und haushaltsnahe Dienstleistungen: Das Fundament für sicheres Zuhause-Leben

Viele ältere Menschen kommen im Alltag noch gut zurecht – bis zu dem Punkt, an dem bestimmte Tätigkeiten zu beschwerlich oder gefährlich werden. Das Putzen fällt schwer, das Fensterputzen ist ein Sturzrisiko, der Einkauf ist anstrengend. Professionelle Unterstützung im Haushalt für Senioren schafft hier Entlastung. Zur Unterstützung zählt oft die Hauswirtschaft, wenn Alltagsaufgaben durch die Betreuungskräfte verlässlich mitbetreut werden:

  • Reinigung der Wohnung und Böden
  • Wäsche waschen, bügeln, einräumen
  • Einkaufen und Vorratshaltung
  • Kochen oder Vorbereitung einfacher Mahlzeiten
  • Arbeiten im Garten
  • Saisonale Aufgaben wie Frühjahrsputz oder Fensterputzen

Senioren ohne Pflegegrad können eine Haushaltshilfe privat finanzieren. Üblich sind Kosten von etwa 30 bis 50 Euro pro Stunde. Bei Krankheit kann eine Haushaltshilfe mit ärztlicher Bescheinigung der Notwendigkeit in bestimmten Fällen bis zu vier Wochen von der Krankenkasse bezuschusst werden. Haushaltshilfen können auch auf Minijob-Basis angestellt werden. Diese Unterstützung ist mehr als praktische Hilfe. Sie gibt Sicherheit, erhält die Ordnung im gewohnten Lebensumfeld und lässt Energie für das, was wirklich Freude macht.

Alltagsbegleitung im Rhein-Kreis Neuss: Teilhabe statt Isolation, Belastung verringern

Alltagsbegleitung für Senioren zuhause geht über Haushaltshilfe hinaus. Sie umfasst auch Unterstützung durch Alltagsbegleiter, Alltagshelfer oder Seniorenassistenten und bedeutet soziale Einbindung, Begleitung und Aktivierung:

  • Begleitung zu Arztterminen, Therapien und Behörden
  • Unterstützung beim Einkaufen oder bei Spaziergängen
  • Strukturierung des Tages
  • Gespräche, Vorlesen, gemeinsame Aktivitäten
  • Aktivierung zur Förderung von Mobilität und geistiger Fitness
  • Vorbeugung gegen Einsamkeit und soziale Isolation

Senioren-Alltagshilfe ist besonders wertvoll für pflegebedürftige Menschen, die zwar körperlich noch fit sind, aber soziale Kontakte verloren haben oder deren Alltag sich zunehmend einengt. Ein regelmäßiger Besuch – sei es für einen Spaziergang, ein Gespräch oder einen Behördengang – kann den Unterschied ausmachen zwischen echtem Leben und Dahindämmern. Solche Angebote verbessern die Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen und entlasten angehörigen bei der Bewältigung des Alltags.

Eine Betreuungskraft, genauer gesagt Unterstützung durch alltagsbegleitern übernimmt vorwiegend Betreuungsleistungen, kann dabei im Alltag arbeiten, ist aber keine Pflegefachkraft und übernimmt keine medizinischen Aufgaben.

Solche Hilfen können professionell oder von ehrenamtlichen Kräften erbracht werden; Alltagsbegleiter können sowohl professionell als auch ehrenamtlich tätig sein, und ehrenamtliche Helfer erhalten teils nur eine Aufwandsentschädigung.

Die Caritas-Seniorendienste Rhein-Kreis Neuss bieten sowohl hauswirtschaftliche Versorgung als auch qualifizierte Alltagsbegleitung an – abrechenbar über die Pflegeversicherung. Zusätzliche Betreuungskräfte sind nach § 43b SGB XI qualifiziert. Je nach Anbieter liegen die Kosten für Alltagsbegleiter bei etwa 30 bis 50 Euro pro Stunde. Finanzierung und mögliche Kostenübernahme variieren regional, genauer gesagt je nach Bundesland.

Ambulante Pflege Zuhause: professionell und verlässlich

Wenn körperliche Pflege notwendig wird, ergänzt die ambulante Pflege das Unterstützungsnetz. Senioren zuhause auf professionellem Niveau zu betreuen bedeutet: Grundpflege, Behandlungspflege, Medikamentengabe – alles abgestimmt auf den individuellen Pflegegrad, sobald sich eine Pflegebedürftigkeit zeigt, und direkt mit der Pflegekasse abgerechnet; Pflegegrad 2 erweitert die Leistungen deutlich, und ab Pflegegrad 2 besteht hier oft ein konkreter Anspruch gegenüber der Pflegekasse.

Das Zusammenspiel von Alltagsbegleitung, Haushaltshilfe und ambulanter Pflege ist das Fundament, auf dem Aging in Place gelingt. Kein Bereich funktioniert alleine – aber alle zusammen ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Altersgerecht wohnen: Die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss

Selbst die beste Alltagsunterstützung funktioniert nicht, wenn die Wohnung selbst zum Hindernis wird. Eine Stufe vor der Haustür, ein zu enger Flur, eine Badewanne ohne Haltegriff – all das sind konkrete Gefahren, die durch gezielte Anpassungen beseitigt werden können.

Die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss der Caritas ist kreisweit tätig und kommt direkt zu Ihnen nach Hause. Qualifizierte Wohnberaterinnen und Wohnberater sowie Architektinnen und Architekten analysieren Ihre konkrete Wohnsituation und entwickeln individuelle Anpassungsempfehlungen – kostenlos und unverbindlich.

Was die Wohnberatung konkret leistet

  • Begehung der Wohnung: Analyse von Stolperfallen, Sturz-Risiken, Erreichbarkeit von Sanitäranlagen und Küche
    Empfehlungen für Anpassungen: Haltegriffe, bodengleiche Dusche, Rampen, Schwellenabbau, Treppenlifte, bessere Beleuchtung
  • Technische Hilfsmittel: Hausnotrufsysteme, Smart-Home-Lösungen, Bewegungssensoren
  • Förderberatung: Welche Zuschüsse und Fördermittel stehen für die Maßnahmen zur Verfügung?

Finanzierung: Bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Ein wichtiger Punkt, den viele nicht kennen: Die Pflegekasse stellt ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zur Verfügung. Dieser Betrag kann mehrfach genutzt werden – bei jedem Einzug in eine neue Wohnung oder bei grundlegend veränderten Bedarfen kann er erneut beantragt werden. Bis zu vier Personen mit Pflegegrad können in einem gemeinsamen Haushalt je 4.180 Euro beantragen, damit sind in einer Wohngemeinschaft bis zu 16.720 Euro erreichbar.

Konkret förderfähig sind zum Beispiel:

  • Einbau einer bodengleichen Dusche statt Badewanne
  • Haltegriffe im Bad und WC
  • Türverbreiterungen für Rollstuhl oder Rollator
  • Schwellenabbau und Rampen
  • Treppenlift oder Plattformlift

Die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss begleitet Sie durch den Antragsprozess – von der Bedarfsanalyse bis zur Einreichung bei der Pflegekasse. Sie müssen das nicht alleine organisieren.

Die Seniorenberatung der Caritas in Neuss: Ihr Wegweiser im Dschungel der Möglichkeiten

Wer selbstständig im Alter zuhause leben möchte, hat viele Fragen – und oft wenig Übersicht. Welche Leistungen stehen mir zu? Wie beantrage ich einen Pflegegrad? Was kostet Alltagsbegleitung? Gibt es Zuschüsse für den Umbau meiner Wohnung? Über 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden von Angehörigen versorgt. Deshalb entlastet Beratung auch Familien und zeigt, wann dritte Unterstützung sinnvoll ist.

Genau dafür ist die Seniorenberatung der Caritas Neuss da. Sie ist Teil der kreisweiten Beratungsstruktur „Beratung über Hilfen im Alter“, die vom Rhein-Kreis Neuss seit 2005 gefördert und gemeinsam von mehreren Wohlfahrtsverbänden getragen wird.

Was die Seniorenberatung leistet

  • Überblick über alle Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Entlastungsbetrag; ab Pflegegrad 2 sind insbesondere Pflegegeld, Pflegesachleistungen und weitere Entlastungen relevant)
  • Begleitung bei der Beantragung eines Pflegegrades
  • Vermittlung von Alltagsbegleitung, Haushaltshilfe und ambulanter Pflege im Rhein-Kreis Neuss – auch zur Suche nach passenden Angeboten über eigene Netzwerke oder Vermittlungsagenturen, wenn eine dritte Person im Alltag unterstützen soll
  • Information über Wohnraumanpassung und Weitervermittlung an die Wohnberatungsagentur
  • Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und rechtlicher Betreuung
  • Beratung zu generationsübergreifenden Wohnpartnerschaften („Wohnen für Hilfe“)
  • Vermittlung an spezialisierte Anlaufstellen, z. B. Memoryzentrum Neuss bei Demenz

Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch als Hausbesuch möglich – weil nicht jeder Mensch problemlos eine Beratungsstelle aufsuchen kann.

Beratungsstandorte

Neuss | Friedrichstraße 42, 41460 Neuss
Ansprechpersonen: Evelyn Schmidt, Mareen Ollesch

Dormagen | Unter den Hecken 44, 41539 Dormagen

Grevenbroich & Rommerskirchen | Montanusstraße 42, 41515 Grevenbroich

📞 Hotline „Beratung über Hilfen im Alter“: 01805 – 55 52 10
Montag bis Donnerstag 9–16 Uhr | Freitag 9–13 Uhr

Finanzierung: Was die Pflegekasse übernimmt

Zuhausebleiben statt Pflegeheim ist nicht nur ein emotionaler Wunsch, es ist auch finanziell oft die bessere Lösung. Die Pflegeversicherung unterstützt häusliche Versorgung gezielt:

Leistung ab Pflegegrad Betrag/Monat
Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) Pflegegrad 1 bis 131 EUR
Pflegesachleistungen Pflegegrad 2 796 – 2.299 EUR
Pflegegeld Pflegegrad 2

347–990 EUR

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen Pflegegrad 1 4.180 EUR
Verhinderungspflege + Kurzzeitpflege Pflegegrad 2 bis 3.539 €/Jahr

Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich ist dabei besonders interessant für Alltagsbegleitung und haushaltsnahe Dienstleistungen – er gilt schon ab Pflegegrad 1 und kann für anerkannte Anbieter wie die Caritas eingesetzt werden. Ungenutzte Beträge können bis zu zwölf Monate in das Folgejahr übertragen werden.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung ist je nach Region teils auch über Stiftungen, kommunale Träger oder andere regionale Angebote möglich.

Demografischer Wandel und Pflege Zuhause: Die gesellschaftliche Dimension

Deutschland altert. Laut Statistischem Bundesamt wird der Anteil der über 67-Jährigen bis 2040 auf mehr als ein Drittel der Bevölkerung ansteigen. Gleichzeitig werden stationäre Pflegeheime teurer und knapper. Die Antwort der Gesellschaft muss ambulant sein – und sie muss früh ansetzen.

„Zuhause alt werden“ ist damit keine private Angelegenheit mehr, sondern ein gesellschaftliches Projekt. Kommunen, Wohnungswirtschaft, Wohlfahrtsverbände und Familien müssen zusammenwirken. Die Caritas im Rhein-Kreis Neuss ist Teil dieser Antwort – mit Angeboten, die lokal verankert, professionell gestaltet und nah an den Menschen sind.

Senioren Helfer im Alltag in Neuss, die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss und die Seniorenberatung sind keine isolierten Dienstleistungen. Sie sind Bausteine eines Versorgungsnetzes, das Aging in Place im Rhein-Kreis Neuss konkret und erreichbar macht.

Jetzt handeln – bevor der Druck entsteht

Das Kluge am Konzept „Zuhause alt werden“ ist, dass es vorausschauend gedacht ist. Nicht erst handeln, wenn eine Krise da ist. Sondern jetzt die Weichen stellen – für ein Leben, das auch mit 80, 85 oder 90 Jahren in den eigenen vier Wänden gelingt.

Die Caritas im Rhein-Kreis Neuss ist Ihr Partner dabei. Mit der Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss, die kreisweit Wohnungen barrierefreier macht. Mit der Seniorenberatung, die kostenlos und persönlich begleitet. Mit dem Betreuungsdienst und der Alltagsbegleitung, die im Alltag entlasten. Mit der ambulanten Pflege, die professionell versorgt.

Caritas Seniorendienste Rhein-Kreis Neuss GmbH

Seniorenberatung Neuss | Friedrichstraße 42, 41460 Neuss
Ansprechpersonen: Evelyn Schmidt, Mareen Ollesch

Seniorenberatung Dormagen | Unter den Hecken 44, 41539 Dormagen

Seniorenberatung Grevenbroich & Rommerskirchen | Montanusstraße 42, 41515 Grevenbroich

📞 Hotline „Beratung über Hilfen im Alter“: 01805 – 55 52 10
Montag bis Donnerstag: 9 bis 16 Uhr | Freitag: 9 bis 13 Uhr

Wir helfen, wo Hilfe gebraucht wird – in Neuss und im ganzen Rhein-Kreis Neuss.

FAQ: Häufige Fragen zu „Zuhause alt werden“ im Rhein-Kreis Neuss

Ab wann sollte ich mich mit dem Thema „Zuhause alt werden“ beschäftigen?

So früh wie möglich – das ist keine Floskel, sondern ernst gemeint. Wer frühzeitig über Wohnraumanpassung nachdenkt, trifft die Entscheidungen in Ruhe und ohne Druck. Wer rechtzeitig Unterstützungsangebote organisiert, stabilisiert den Alltag, bevor eine Krise entsteht. Die Seniorenberatung der Caritas in Neuss empfiehlt, spätestens ab dem 70. Lebensjahr – oder bei ersten Anzeichen nachlassender Alltagsfähigkeiten – das Gespräch zu suchen.

Was kostet Alltagsbegleitung bei der Caritas und wer zahlt das?

Die Kosten für Alltagsbegleitung hängen vom Umfang der Leistungen ab. Ab Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich direkt für anerkannte Betreuungs- und Alltagsbegleitungsangebote eingesetzt werden. Die Caritas ist als anerkannter Anbieter zugelassen und kann direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Unsere Seniorenberaterinnen klären mit Ihnen, welche Finanzierungsmöglichkeiten in Ihrer konkreten Situation greifen.

Ist die Wohnberatung der Caritas wirklich kostenlos?

Ja. Die Beratung durch die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss – einschließlich des Hausbesuchs und der konkreten Empfehlungen – ist für Sie kostenlos. Kosten entstehen erst, wenn Sie sich für konkrete Umbaumaßnahmen entscheiden und Handwerker beauftragen. Die Pflegekasse übernimmt für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro je Maßnahme (ab Pflegegrad 1).

Muss ich einen Pflegegrad haben, um Unterstützung zu bekommen?

Nein. Viele Beratungsleistungen und ein Teil der Alltagsbegleitung sind auch ohne Pflegegrad zugänglich. Die Seniorenberatung der Caritas in Neuss berät Sie kostenlos – unabhängig von Pflegegrad oder Einkommen. Wenn ein Pflegegrad sinnvoll erscheint, begleiten wir Sie auch durch den Antragsprozess beim Medizinischen Dienst.

Was ist der Unterschied zwischen Alltagsbegleitung und ambulanter Pflege?

Alltagsbegleitung umfasst nicht-pflegerische Unterstützung: Gespräche, Begleitung zu Terminen, Spaziergänge, Einkaufen, Vorlesen, Tagesstrukturierung. Sie wird von geschulten Alltagsbegleiterinnen und -begleitern geleistet und ist über den Entlastungsbetrag finanzierbar. Ambulante Pflege hingegen umfasst medizinische und pflegerische Grundleistungen (Körperpflege, Medikamentengabe, Verbandswechsel) und wird von Pflegefachkräften erbracht – abgerechnet über Pflegesachleistungen. Beide Angebote ergänzen sich und werden von den CaritasSeniorendiensten Rhein-Kreis Neuss angeboten.

Kann ich als älterer Mensch alleine in meiner Wohnung bleiben, auch wenn ich Demenz habe?

Das ist möglich – allerdings hängt es vom Stadium der Erkrankung und dem vorhandenen Unterstützungsnetz ab. In frühen Stadien können regelmäßige Alltagsbegleitung, Alltagsstrukturierung und Hausnotruf eine sichere häusliche Versorgung gewährleisten. Bei fortgeschrittener Demenz wird die Versorgung aufwendiger. Die Caritas im Rhein-Kreis Neuss berät Sie in dieser Frage – und vermittelt bei Bedarf an das Memoryzentrum Neuss oder die Alzheimergesellschaft. Auch unsere Demenz-Wohngemeinschaft Am Römerpark in Neuss-Furth ist eine Alternative, die Gemeinschaft mit professioneller Betreuung verbindet.

Welche technischen Hilfsmittel helfen beim selbstständigen Leben im Alter?

Ein Hausnotrufsystem ist die wichtigste technische Maßnahme – es ermöglicht, bei einem Sturz oder einem medizinischen Notfall sofort Hilfe zu rufen. Weiterhin können Smart-Home-Lösungen helfen: automatische Lichtschaltung, Herdabschaltung, Türsensoren oder GPS-Tracker für Menschen mit Orientierungsproblemen. Die Wohnberatungsagentur Rhein-Kreis Neuss berät Sie zu sinnvollen technischen Ergänzungen – passend zu Ihrer Wohnsituation und Ihrem Bedarf. Die Caritas Neuss bietet außerdem den Hausnotruf direkt als Leistung an.

Was ist das Projekt „Wohnen für Hilfe“ und kommt das für mich infrage?

„Wohnen für Hilfe“ ist ein Modell der generationsübergreifenden Wohnpartnerschaft: Ältere Menschen mit ausreichend Wohnraum vermieten ein Zimmer an jüngere Menschen – etwa Studierende – gegen gegenseitige Alltagsunterstützung statt oder zusätzlich zur Miete. Das schafft soziale Einbindung, praktische Hilfe und Sicherheit. Ob dieses Modell zu Ihrer Situation passt, klären wir gerne in der Seniorenberatung – gemeinsam mit Ihnen.

Was passiert, wenn ich einen Sturz habe und vorübergehend nicht mehr alleine zurechtkommen?

Nach einem Sturz mit anschließendem Krankenhausaufenthalt greift die Kurzzeitpflege – die Pflegekasse finanziert aus dem gemeinsamen Budget für Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege bis zu 3.539 Euro jährlich für eine vorübergehende stationäre Versorgung. Alternativ kann ein ambulanter Pflegedienst die häusliche Versorgung sofort aufstocken. In unseren Caritashäusern im Rhein-Kreis Neuss sind kurzfristige Aufnahmen möglich. Sprechen Sie uns an – auch in dringenden Situationen.

Wie fange ich an – was ist der erste Schritt?

Der einfachste erste Schritt: Rufen Sie uns an. Die Seniorenberatung der Caritas in Neuss nimmt sich Zeit für Ihr Anliegen – kostenlos, vertraulich, auf Wunsch bei Ihnen zu Hause. Wir hören zu, ordnen Ihre Situation ein und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten realistisch und sinnvoll sind. Es gibt kein Zu früh und kein Zu spät – nur den richtigen Moment, der jetzt sein kann.

Nehmen Sie jetzt unkompliziert und unverbindlich Kontakt auf: Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen!

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